Kinder spielerisch animieren auf die Umwelt zu achten

Kinder sind unsere Vorbilder

Für unsere Kinder ist das Leben ein einziger großer Spielplatz. In ihnen steckt noch so viel Neugier und Wissensdurst. Das können wir positiv nutzen. Die Umwelt spielerisch entdecken und lernen auf sie zu achten, ist jetzt wichtiger denn je.

Wir sind Vorbilder für unsere Kinder. Wenn wir ihnen es nicht vorleben wer dann?

Dabei ist es so einfach, den Kindern die Schöhnheit dieser Erde näher zu bringen und ihnen zu zeigen wie wichtig es ist auf sie zu achten.

Zunächst sollte man sich einmal fragen, was ist mir wichtig in Bezug auf Umweltschutz? Worauf achte ich bereits? Was kann ich selber noch verändern?

Viele Sachen, die uns nämlich wichtig sind, bringen wir unseren Kindern automatisch bei. Dabei sind zum Beispiel darauf zu achten, das Licht auszumachen, wenn man den Raum verlässt oder den Wasserhahn nicht laufen zu lassen beim Zähneputzen.

Mülltrennung

Das alles kann man spielerisch angehen, indem man zum Beispiel bei der Mülltrennung ein Ratespiel macht. Wo gehört was hin? Und wer die meisten errät hat gewonnen. Oder für ältere Kinder: Wer hat am schnellsten den Müll sortiert?

Spaß macht es auch sich gemeinsam zu überlegen, was man aus vermeintlichen „Müll“ wiederverwenden kann oder wie man Müll möglichst vermeidet. Das ist ein tolles Thema beim gemeinsamen Essen. Es kommen dabei meist richtig gute Ideen heraus.

Ist man unterwegs, kann man die Kindern immer wieder auf den Müll, der irgendwo rumliegt, aufmerksam machen und sie fragen wie sie das finden. Macht euch auf viele Fragen gefasst 😉

Nach einer Zeit wird euren Kindern der ganze Müll von selbst auffallen und sie werden sogar Passanten dazu anhalten ihren Müll doch in den nächsten Mülleimer zu werfen.
Zudem haben wir unterwegs oft selbst eine Mülltüte dabei um Müll aufzusammeln. Gerade im Wald kann daraus eine richtige Rallye werden. Selbst die Allerkleinsten haben ihren Spaß dabei.

Müll sammeln im Wald

Versucht unterwegs immer wieder zu erklären was unser achtloses Verhalten für Auswirkungen auf unsere Umwelt hat. Am besten mit Beispielen direkt vor eurer Nase und in kindgerechter, dem Alter entsprechender, Form. Der Müll im Fluss oder See, die Abgase der vielen Autos, die vielen Dinge, die in Plastik verpackt sind oder aus Plastik bestehen, die Tiere, die für un durch unseren Konsum sterben usw.

Bindet Alternativen aktiv in euren Alltag ein.

Einkaufen

Beim Einkaufen könnt ihr eure Kinder dazu animieren euch alles zu zeigen was nicht in Plastik verpackt ist. Nimmt Netzbeutel und Einkaufstaschen wie selbstverständlich mit.

Wart ihr schonmal mit euren Kindern auf einem Wochenmarkt oder in einem Unverpackt-Laden, das kann ein richtiger Ausflug werden, der bestimmt lange in Erinnerung bleibt. Vielleicht wird es auch zur neuen Tradition regelmäßig gemeinsam den Markt zu besuchen.

Achtet beim Einkaufen auf saisonale und regionale Produkte.

Plastikfrei einkaufen
Unterwegs

Im Restaurant könnt ihr auf Einmal-Servietten und Strohhalme verzichten. Bringt eure eigenen Dinge mit. Essensreste können in mitgebrachten Dosen gefüllt werden, so zeigt ihr das nichts verschwendet wird. Euren Kindern werden diese Dinge irgendwann so selbstverständlich vorkommen wie das Händewaschen nach dem Toilettengang.

Allgemein, wenn ihr unterwegs seid, nehmt eure eigenen Trinkflaschen mit, so kommt ihr nicht in Not etwas kaufen zu müssen, wenn eure Kinder Durst haben. Packt Proviant ein und Alternativen (z.B. Strohhalme aus Edelstahl), die ihr sonst unterwegs nutzen würdet.

Hygieneartikel

Sucht gemeinsam Hygieneartikel mit euren Kindern aus. Welche Zahnbürste aus Bambus gefällt ihnen oder welches Stück Seife duftet am Besten? Was kann man auch selber machen?

Küche

Auch in der Küche können die Kinder wunderbar mit helfen. Wieso nicht einfach gemeinsam Brot und Kuchen backen? Leckere Marmelade oder Apfelmus einkochen? Haushaltsreiniger selbst herstellen und sogar Knete und andere tolle Dinge, wie zum Beispiel Weihnachtsbaumschmuck lassen sich mit Kindern und ganz viel Spaß selber zaubern.

Selbstgemachter Apfelmus
Achtsamer Umgang mit Gegenständen

Bringt euren Kindern den achtsamen Umgang mit Gegenständen bei. Es muss nicht immer alles sofort ersetzt werden. Ein Loch im Pullover oder Hose bedeutet nicht direkt die Dinge zu entsorgen. Fragt sie was kann man tun um es zu reparieren? Vielleicht entwickeln sie sogar Spaß am Nähen und Flicken. Genauso bei anderen Dingen, die wieder repariert werden können. Auch kleineren Kindern kann man, natürlich unter Aufsicht, bereits den Umgang mit einem Hammer beibringen.

Gemeinsame Zeit

Kinder haben viele Wünsche und das ist auch gut so, denn ohne Wünsche und Träume, keine Ziele und ohne Ziele keine Perspektive und Zukunft. Doch nicht jeder Wunsch, gerade nach materiellen Dingen, muss erfüllt werden. Kinder freuen sich viel mehr über gemeinsame Zeit mit ihren Liebsten. Einen Ausflug auf den nächsten Spielplatz, an den See oder in den Wald mit gemeinsamen Aktivitäten und Picknick ist so viel mehr wert als ein ganzes Kinderzimmer voller Spielsachen.

Neuanschaffungen

Manchmal muss es dann doch etwas ersetzt werden oder eine Neuanschaffung steht an. Und natürlich sollen die Kinder auch das ein oder andere zum Geburtstag, Weihnachten und Co. bekommen. Doch bevor etwas komplett neu gekauft wird, überlegt ob es nicht das Gleiche eventuell schon gebraucht irgendwo gibt. Auf diversen Kleinanzeigen in Zeitungen und Internet findet man schon einiges. Freunde und Verwandte haben oft Kinder, die aus Sachen rausgewachsen sind und übernommen werden können. Lokale Flohmärkte laden zum Bummeln ein und oft findet man dort wahre Schätze. Auch toll ist es, etwas komplett selber zu bauen oder basteln.

Stellt euch immer die Fragen:

  • Brauchen wir das wirklich?
  • Haben wir schon Sachen, die so ähnlich sind?
  • Kann ich es vielleicht aus Material, welches ich bereits zu Hause habe, selbst herstellen?
  • Gibt es das Objekt der Begierde vielleicht irgendwo bereits gebraucht?

Es macht so viel Freude die Kinder mit einzubinden, denn sie werten nicht, sie freuen sich einfach etwas neues zu erlernen und zu entdecken. Sie verstehen so viel mehr als man meint und sie sind zu so vielem im Stande. Bereiten wir unsere Kinder auf einen achtsamen Umgang mit der Natur, den Tieren und den Menschen vor, haben auch noch unsere Enkel und Urenkel etwas von dieser einzigartigen, wunderschönen Welt.

Hier nocheinmal die Zusammenfassung:

  1. Mülltrennung / Müllvermeidung: Wie wird Müll getrennt und wie vermeide ich möglichst viel Müll?
  2. Aufklärung: Macht aufmerksam auf die Missstände und zeigt euren Kindern Alternativen.
  3. Einkaufen: Wo und wie kann ich beim Einkaufen Müll vermeiden? Welche Alternativen gibt es zu verpackten Dingen? Was bedeutet saisonal und regional?
  4. Unterwegs: Nehmt eure eigenen Utensilien mit. Verschwendet nichts und verzichtet auf Dinge, die nur einmal benutzt werden, z.B. Strohhalme.
  5. Hygieneartikel: Welche Hygieneartikel könne plastikfrei ersetzt werden? Was kann ich vielleicht selbst herstellen?
  6. Küche: Backt, kocht, experimentiert gemeinsam mit euren Kindern. Sucht gemeinsam die Rezepte und geht dafür einkaufen.
  7. Achtsamer Umgang mit Gegenständen: Lehrt euren Kindern die Dinge wertzuschätzen, die sie besitzen. Zeigt ihnen wie man näht, repariert oder flickt oder lernt es gemeinsam.
  8. Gemeinsame Zeit: Schenkt euren Kindern Zeit statt Zeug. In unserer schnell lebigen Zeit so wichtig.
  9. Neuanschaffung: Vor jeder Neuanschaffung stellt euch die vier Fragen.

Wir hoffen ihr konntet einiges für euch und eure Familie mitnehmen. Es muss nicht alles sofort und perfekt umgesetzt werden. Einiges klappt vielleicht schon von Beginn an wunderbar, anderes braucht seine Zeit. Nehmt sie euch und habt Spaß dabei!

Wir sind Vorbilder für unsere Kinder!

Anne und Ann-Christin

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Ein Kommentar zu „Kinder spielerisch animieren auf die Umwelt zu achten

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